Beck Automation expandiert in den Medical Markt

Das Schweizer Technologieunternehmen Beck Automation entwickelt innovative Automationslösungen, die sich in die Fertigungen kunststoffverarbeitender Industrien integrieren lassen. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen hat nun ein weiteres Standbein im Bereich Medical aufgebaut. Im Fokus stehen Produzenten medizinischer Verbrauchsmittel, die im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Erste Projekte wurden bereits realisiert.

„Wir befassen uns mit dieser Option seit ca. vier Jahren, denn die Schweiz ist ein globaler Medical-Standort, an dem Pharmaunternehmen sowie Forschung- und Entwicklungseinrichtungen angesiedelt sind. Des Weiteren sehen wir eine steigende Nachfrage nach Automationslösungen, die wir mit unserem tiefgreifenden Automations-Know-how und unserer langjährigen Erfahrungen bezüglich der Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Lösungen bedienen können. Daher ist der Eintritt in den Medical-Markt nur konsequent. Gleichzeitig stellt er einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Beck Automation dar“, erklärt Nicolas Beck, geschäftsführender Inhaber der Beck Automation AG den Schritt in die Medical Branche. Innerhalb des Unternehmens wurde dazu eine eigene Business Unit gegründet. „Wir wollen uns gezielt auf den Medical Markt konzentrieren. Deshalb wird die Business Unit Medical innerhalb unserer Organisation autonom arbeiten, um kompetent, flexibel und schnell auf die kundenseitigen Anforderungen reagieren zu können“, ergänzt Nino Zehnder, Marketing- und Vertriebsverantwortlicher der Beck Automation.

Bereits in der Planungsphase des neuen Geschäftszweiges wurde damit begonnen produkt- und marktspezifisches Wissen sowie Personal aufzubauen. Das Engineering, das Projektmanagement und der Service wurden entsprechend der neuen, spezifischen Bedingungen ausgerichtet.

Das Team komplettiert im Vertrieb Ralf Ziemer mit seinem fundierten Branchen-Know-how. „Es gibt viele Automatisierungsmöglichkeiten in der Medical- und der Kosmetikbranche. BECK verfügt über 36 Jahre Erfahrung im Bereich der Automation. Aufgrund dessen sind unsere Produkte für Pharmaunternehmen, deren Fertiger aber auch für Unternehmen der Kosmetikbranche sehr interessant. Wir bieten hervorragende Lösungsmöglichkeiten an.“, so Ziemer.

Beck ist bewusst, dass es sich bei Medical-Komponenten nicht um Standardteile handelt. Die Produkte erfordern sehr individuelle, maßgeschneiderte Lösungen und darin sieht das Unternehmen auch seine Kernkompetenz. „Unsere Kunden profitieren von unseren hocheffizienten, auf den Bedarf zugeschnittenen Anlagen, die nachhaltige wirtschaftliche Vorteile bieten. Wir stellen uns höchsten Anforderungen in der Produkt- und Produktionssicherheit. Diese sichern wir durch Lösungen, die reproduzierbar, validierfähig und hygienisch einwandfrei sind“, führt Zehnder weiter aus. Von medizinischen Produkten dürfen keinerlei Risiken für Patienten und Anwender ausgehen, weshalb diese fehlerfrei sein müssen. „Unsere Systeme schließen Fehlmanipulation aus, sind modular aufgebaut und können auf kleinem Raum realisiert werden. Der Kostendruck nimmt stetig zu, gerade Produktionsflächen, insbesondere im Reinraumsind teuer. Dem müssen wir Rechnung tragen“, ergänzt Ziemer.  Die Lösungen von Beck erfüllen die Regularien der Good Manufacturing Practice (GMP) sowie der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und sind reinraumtauglich bis Klasse ISO 8.

Beck Automation rüstet Anlagen mit neuem HMI aus

Die optimierte, flexible Bedienung der Anlagen war das Entwicklungsziel von Beck Automation bezüglich des neuen HMIs. Das moderne Eingabesystem im Hochformat erleichtert nicht nur die Programmauswahl an der Anlage, sondern bietet auch eine portable Lösung für einen flexiblen Zugriff rund um die Maschinen.

Das neue HMI besteht aus einem robusten Industriepanel. „Die gesamte Eingabeoberfläche wurde von uns überarbeitet und bietet nun mehr Platz für Statusmeldungen. Außerdem sind alle Funktionen und Eingabemöglichkeiten mit übersichtlichen Piktogrammen versehen worden, sodass der Bediener intuitiv arbeiten kann“, erklärt Raphael Schor, CTO der Beck Automation AG. Mittels separater, gut bedienbar auf dem HMI-Gehäuse montierter Buttons lassen sich die Hauptfunktionen wie Start, Stopp und Reset auslösen. Bei früheren Eingabesystemen waren die Buttons in die HMI-Oberfläche integriert, weshalb ein direkter, schneller Zugriff nicht möglich war.

Ausgeliefert werden die neuen Anlagen immer mit einem fest installierten Panel. Alternativ zu einem zweiten baugleichen Panel auf der anderen Maschinenseite, können die Kunden neu eine noch flexiblere Auswahl treffen. „Die Anlage kann zusätzlich mit einem tragbaren Endgerät, wie einem I-Pad, ausgestattet und bedient werden. Dies erlaubt es dem Nutzer, um die Maschine herumzulaufen und dabei vollen Zugriff auf die Funktionen der Anlage zu haben“, führt Schor weiter aus.